Fundament-Drainagematte: So wählen Sie das richtige Flächengewicht und den richtigen Schichtaufbau aus – ohne Fehler

Fundamente sind ständig der Feuchtigkeit aus dem Erdreich ausgesetzt; daher ist eine sachgemäße Wasserableitung ein wesentlicher Bestandteil ihres Schutzes. Eine hierfür eingesetzte Lösung ist die Dränmatte, die den Wasserabfluss unterstützt und die übrigen Schichten des Aufbaus schützt. Wir erläutern, wie man die passende Dränmatte auswählt und worauf bei der Planung des Gesamtsystems zu achten ist.

 

Wahl des Flächengewichts der Dränmatte je nach Fundamentart

Das Flächengewicht ist ein Parameter, der bei der Wahl der Matte berücksichtigt werden sollte, jedoch nicht isoliert von deren Konstruktion und Verwendungszweck betrachtet werden darf. Es gibt zwar die Masse des Materials pro Quadratmeter an, lässt aber für sich genommen noch keine Rückschlüsse auf Druckfestigkeit, Dränageleistung oder mechanische Belastbarkeit zu. Bei der Auswahl einer Matte für Fundamente sollten Sie auch deren Aufbau, Dicke, Druckfestigkeit und den deklarierten Anwendungsbereich prüfen. Bei Fundamentwänden ist entscheidend, welchen Belastungen das Material nach dem Verfüllen der Baugrube ausgesetzt sein wird. Entscheidend ist das Gesamtsystem, da die Matte sowohl mit der Bauwerksabdichtung als auch mit dem an das Gebäude angrenzenden Erdreich interagiert. Die Lösung sollte daher auf das konkrete Projekt, die Gründungstiefe und die Bodenverhältnisse abgestimmt sein und nicht allein auf der Basis eines einzigen Parameters ausgewählt werden.

Faktoren, die das Flächengewicht beeinflussen (Bodenart, Wasserstand)

Bei der Auswahl der Matte betrachten wir zunächst die Einsatzbedingungen. In gut durchlässigen Böden versickert das Wasser meist schneller im Untergrund, während bindige Böden – wie etwa Lehm – den Abfluss behindern und eine zeitweise Feuchtigkeitsansammlung am Fundament begünstigen können. Auch der Grundwasserspiegel, dessen mögliche saisonale Schwankungen sowie die Fließrichtung des Niederschlagswassers sind von Bedeutung. Die Bodenverhältnisse sind entscheidend, da sie nicht nur die Wahl der Drainagebahn selbst, sondern auch die Auslegung des Drainagesystems beeinflussen. Ist das Grundstück starker Wasseransammlung ausgesetzt, muss die Lösung als Teil eines umfassenderen Systems betrachtet werden. Zudem ist zu beachten, dass Drainagebahnen in verschiedenen Varianten und Konfigurationen erhältlich sind; daher sollten vor dem Einsatz eines bestimmten Produkts die technischen Unterlagen sowie die Herstellerempfehlungen zu Verwendungszweck und Einbau geprüft werden.

Schichtaufbau mit Drainagebahn – ein praktisches Schema

Ein fachgerecht ausgeführtes System an der Fundamentwand besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Auf der Seite des Bauwerks befinden sich die Fundamentwand sowie eine geeignete Bauwerksabdichtung, deren Aufgabe es ist, das Eindringen von Feuchtigkeit oder Wasser in das Bauteil zu verhindern. Je nach Planung können zusätzlich Wärme- und Schutzschichten vorhanden sein. Die Drainagebahn bildet die äußere Schicht des Aufbaus und muss gemäß der vom Hersteller vorgegebenen Einbaurichtung montiert werden. Die einzelnen Schichten müssen harmonieren, da die Drainagebahn die Bauwerksabdichtung nicht ersetzt. Ihre Funktion besteht vor allem darin, einen Raum für den Wasserabfluss zu schaffen und – je nach Produktkonstruktion – die angrenzenden Schichten zu schützen. Bei Systemen mit Ringdrainage wird das Wasser zu einem am Fundament verlegten Drainagerohr geleitet. Dieses Rohr muss über ein ausreichendes Gefälle verfügen und von Filtermaterial sowie einer wasserdurchlässigen Schicht umgeben sein, damit das Wasser ungehindert eintreten kann, ohne dass feine Bodenpartikel zu einer allmählichen Verschlammung des Systems führen. Häufigste Fehler bei der Verlegung von Dränschichten

Einer der grundlegenden Fehler besteht darin, die Dränmatte als Ersatz für eine fachgerecht ausgeführte Abdichtung gegen Wasser oder Feuchtigkeit zu betrachten. Es handelt sich um zwei Elemente, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Auch eine unsachgemäße Verlegung der Matte kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das Produkt über eine Filterschicht oder eine profilierte Struktur verfügt, die eine bestimmte Einbaurichtung erfordert. Weitere Risiken sind eine mangelnde Materialkontinuität, eine fehlerhafte Ausführung der Überlappungen oder eine Beschädigung der Abdichtung während der Befestigung. Da die Details über die Wirksamkeit entscheiden, erfordern Ecken, Leitungsdurchführungen und die Verbindungsstellen der einzelnen Bahnen besondere Aufmerksamkeit. Ein weiterer Fehler kann darin bestehen, die Baugrube mit ungeeignetem Material zu verfüllen, das scharfkantige Bauschuttteile enthält, welche die Schutzschichten beschädigen könnten. Wenn das System ein Dränrohr umfasst, müssen zudem das Gefälle, die Filterung sowie der Ort der Wasserableitung berücksichtigt werden. Die bloße Verlegung des Rohrs an der Wand garantiert noch keine einwandfreie Funktion der Dränage.

Wie lassen sich Langlebigkeit und Wirksamkeit der Fundament-Dränmatte sicherstellen?

Die Langlebigkeit des Systems beginnt bereits vor der Montage. Wir empfehlen, den Plan, die Boden- und Wasserverhältnisse sowie die Eigenschaften aller miteinander zu kombinierenden Materialien zu überprüfen. Die Matte sollte den nach der Verfüllung der Fundamente auftretenden Belastungen standhalten und mit der verwendeten Abdichtung sowie Wärmedämmung kompatibel sein. Während der Arbeiten muss das Risiko minimiert werden...